Mit einem Homepage-Baukasten wie Wix, Jimdo oder dem IONOS Website Builder kann heute jeder eine Website selbst erstellen, ganz ohne Programmierkenntnisse. Die Werbung verspricht: kostenlos, in wenigen Minuten, kinderleicht. Stimmt das? Und wann ist es klüger, die Website machen zu lassen? Hier finden Sie einen ehrlichen Vergleich.
Die drei bekanntesten Baukästen im Überblick
| Anbieter | Kostenloser Tarif | Bezahltarife (ca., Stand Oktober 2026) |
|---|---|---|
| Wix | Ja, mit Wix-Werbung und Wix-Adresse | ca. 17–40 € pro Monat |
| Jimdo | Ja („Play“), mit Werbung und Jimdo-Adresse | ca. 11–45 € pro Monat bei längerer Laufzeit, monatlich deutlich mehr |
| IONOS Website Builder | Nein | ca. 12–33 € pro Monat nach dem Einführungspreis |
Die Preise hängen stark von der Vertragslaufzeit ab. Günstige Einstiegspreise gelten oft nur im ersten Jahr oder bei Zahlung für 1–2 Jahre im Voraus. Prüfen Sie vor dem Abschluss, was danach monatlich anfällt.
Wie kostenlos ist „kostenlos“?
Eine kostenlose Website erstellen geht tatsächlich, allerdings mit Einschränkungen, die für einen Betrieb kaum passen:
- Keine eigene Domain: Ihre Seite heißt dann zum Beispiel ihrname.wixsite.com/… statt www.ihr-betrieb.de. Das wirkt auf Kunden wenig professionell.
- Werbung des Anbieters: Auf den Seiten erscheint ein Hinweis oder Banner des Baukastens, den Sie nicht entfernen können.
- Weniger Funktionen und Speicher: Mehr Speicherplatz, Statistiken oder bestimmte Funktionen gibt es meist erst im Bezahltarif.
Für ein Hobby-Projekt ist das in Ordnung. Für einen Friseursalon, ein Restaurant oder einen Handwerksbetrieb landen Sie fast immer im Bezahltarif.
Website selber erstellen: der echte Aufwand
Die Technik ist bei Baukästen tatsächlich einfach. Die Arbeit steckt woanders:
- Texte: Was bieten Sie an, für wen, zu welchem Preis? Gute Texte zu schreiben, dauert länger als gedacht.
- Fotos: Bilder auswählen, zuschneiden und so verkleinern, dass die Seite schnell lädt.
- Aufbau: Welche Seiten braucht es, was steht oben, wo ist der Anruf-Knopf?
- Rechtliches: Impressum, Datenschutzerklärung und gegebenenfalls ein Cookie-Banner.
- Handy-Ansicht: Jede Seite auf dem Smartphone prüfen und nachbessern.
Für eine ordentliche kleine Website rechnen die meisten mit 20–40 Stunden, verteilt auf mehrere Abende und Wochenenden.

Vorteile eines Baukastens
- Sie können sofort starten und alles selbst bestimmen.
- Viele Vorlagen sehen auf den ersten Blick ordentlich aus.
- Kleine Änderungen machen Sie jederzeit selbst.
Nachteile eines Baukastens
- Laufende Kosten ohne Ende: Über die Jahre zahlen Sie oft mehr als für eine fertige Website.
- Gebunden an den Anbieter: Eine Baukasten-Seite lässt sich meist nicht einfach zu einem anderen Anbieter mitnehmen. Wer wechselt, baut in der Regel neu.
- Vorlagen-Look: Viele Seiten sehen ähnlich aus, weil sie dieselben Vorlagen nutzen.
- Ladezeit: Baukasten-Seiten laden wegen vieler Zusatzfunktionen oft langsamer als schlanke, individuell gebaute Seiten.
- Ihre Zeit: Die Stunden für Texte, Bilder und Feinarbeit fehlen im Betrieb.
Rechenbeispiel über 3 Jahre
| Weg | Kosten in 3 Jahren | Ihre Arbeitszeit |
|---|---|---|
| Baukasten mit ca. 20 € im Monat | ca. 720 € | 20–40 Stunden plus Pflege |
| Freelancer oder Agentur | ca. 1.000–5.000 € und mehr, plus Hosting | Abstimmung, Texte zuliefern |
| Festpreis-Website bei uns (bis 6 Seiten) | 499 € + 3 × 19 € = 556 € | Infos und Fotos schicken |
Mehr zu allen Kosten lesen Sie im Artikel Was kostet eine Website?
Wann sich welcher Weg lohnt
Ein Baukasten passt, wenn Sie gern gestalten, Zeit haben und Ihre Seite häufig selbst umbauen möchten, zum Beispiel für ein Vereins- oder Hobbyprojekt.
Machen lassen lohnt sich, wenn Sie lieber in Ihrem Betrieb arbeiten, eine Seite wollen, die auf Ihre Branche zugeschnitten ist, und trotzdem Preise, Öffnungszeiten und Fotos selbst ändern möchten. Genau dafür gibt es bei uns den Kundenbereich: hier an einer Demo ausprobieren.
Beispiele für fertige Branchen-Websites
Wie eine Website aussieht, die nicht aus einem Standard-Baukasten kommt, sehen Sie in unseren Demos, zum Beispiel für Malerbetriebe, Fotografen, Cafés und Handwerker. Wenn Ihnen eine Seite reicht, lesen Sie auch Onepager: Reicht eine Seite?
Häufige Fragen
Kann ich eine Website wirklich kostenlos erstellen?
Ja, bei Wix und Jimdo gibt es kostenlose Tarife. Dann haben Sie aber keine eigene Domain, Werbung des Anbieters auf der Seite und weniger Funktionen. Für Betriebe ist das selten geeignet.
Welcher Homepage-Baukasten ist der beste?
Das hängt von Ihren Wünschen ab. Wix bietet viele Gestaltungsmöglichkeiten, Jimdo ist besonders einfach, IONOS verbindet Baukasten, Domain und E-Mail. Vergleichen Sie vor allem die Kosten nach dem ersten Jahr.
Kann ich meine Baukasten-Website später zu einem anderen Anbieter umziehen?
Meist nicht einfach. Die Seiten sind an das System des Anbieters gebunden. Bei einem Wechsel wird die Website in der Regel neu gebaut. Die Domain können Sie mitnehmen, wenn sie auf Ihren Namen läuft.
Wie lange dauert es, eine Homepage selbst zu erstellen?
Für eine ordentliche kleine Website mit Texten, Fotos und Rechtstexten rechnen die meisten mit 20–40 Stunden.
Ist ein Webdesigner teurer als ein Baukasten?
Nicht unbedingt. Baukästen kosten jeden Monat. Eine Festpreis-Website mit niedrigen jährlichen Kosten ist über mehrere Jahre oft günstiger.
Festpreis ab 499 €, in 3–4 Tagen live, Impressum und Datenschutz eingebaut. Branchen-Demos ansehen oder kostenloses Erstgespräch.
